jk blog Das Leben aus den Augen von Jochen K.

4Okt/063

jk Meinung: Barysphär :-(

jk als GourmetNachdem ich jetzt die neue subjektive Kategorie "Meinung" eingeführt habe, gibt es jetzt gleich - aus aktuellem Anlaß - noch eine kurze Restaurant-Kritik.

Heute: Barysphär

Am Montag, den 02.10.06 lud mein Freund Korbi zu seinem Geburtstag ein. Als Location wählte er das o.a. Barysphär im Schlachthofviertel. Die Bar selbst ist aber ein herber Kontrast zu diesem Viertel, also eher Schicki als Boarzn.
Die moderne und interessante Einrichtung erstreckt sich auf zwei Ebenen, oben Restaurant unten Club & Lounge.

Seit Wochen war ein Tisch für ca. 12 Personen reserviert und wir nahmen ab 21.00 h in der gemütlichen Lounge Platz.
Während eines kurzen Gesprächs teilte mir Korbi mit, dass die Bar bei den Reservierungen irgendwelche Probleme hätte und wir leider um 0.00 Uhr - sprich an Korbis Geburtstag - den Platz räumen müssten, da dann eine andere Reservierung kommen würde. Als Gegenleistung bot man ihm aber an, zwei Stehtische und 2 Flaschen Prosecco (es war der Original-Aldi-Prosecco!, da hat sich aber das Barysphär nicht lumpen lassen) als Gegenleistung zu erhalten.

Das alles hatte man ihm einen Tag vorher mitgeteilt! Wo er doch schon seit Wochen eine telefonische Bestätigung vorliegen hatte.
Naja, kann ja mal passieren, dachten wir uns.
Essen und Getränke waren auch sehr gut, nur mit steigender Besucherzahl (hauptsächlich Wiesn-Absacker der "Käfer-Snob-Kaste") verlor unser Kellner die Übersicht. Ein Cocktail wurde nach 1,5 Stunden gar nicht mehr geliefert, stand aber wie zu erwarten auf der Rechnung.

Da sich den ganzen Abend keiner wegen des Tisches gemeldet hatte, dachten wir die Sache hätte sich erledigt und begannen um Punkt 12 mit der Geschenkübergabe. Plötzlich steht ein anderer Kellner am Tisch und meinte sinngemäß aber schroff zu Korbi: "Was, ihr seit noch da, wir hatten doch vereinbart das gewechselt werden müsste, da jetzt RTL2-Mitarbeiter kommen würden!" Nach diesem Satz war uns klar, dass die Reservierung überhaupt nicht hopps gegangen war, sondern wir einfach zu "unwichtig" waren. Da der Laden bumsvoll war, gestatte sich Korbi die Frage, wohin wir denn gehen sollten. Daraufhin wurde der Tonfall des Kellners nicht freundlicher und er deutete auf zwei Stehtische, die durch eine Wand getrennt waren. Wow, die Stimmung war nun am Tiefpunkt. :-x Natürlich warf uns das tolle RTL2-Team auch noch arrogante Blicke zu, frei nach dem Motto: 'Na ihr kleinen Krümel, verpisst Euch!'

Nach langem Hin und Her (bei dem uns auch mit Rauswurf gedroht wurde, da es etwas lauter zuging) wurde einer der Stehtische für uns geräumt und ein Beitisch dazugestellt. Der Kellner lies sich gleich gar nicht mehr blicken, erst als es ans Zahlen ging war er wieder da und wollte, dass wir alle Zusammenlegen und er keine Einzelabrechnung macht. Da wir alle eh schon geladen waren, drängten wir ihn dazu jeden einzeln abzukassieren. Natürlich gab es so gut wie kein Trinkgeld, versteht sich ja von selber. Wie sich herausstellte, wollte er deshalb die Gesamtrechnung , da er des Rechnens nicht mächtig war und somit zu unserem Vorteil abkassierte. So hatte der abend wenigstens noch einen versöhnlichen Ausklang. Sehen wird uns der Laden aber garantiert nicht mehr!

Trotzdem Korbi, nochmals Danke für die Einladung (und nächstes mal geht es halt ins Pick)!

Weil ich so sauer war, wollte ich in der Nacht noch einen Gästebucheintrag auf der Barysphär-Webseite machen. Leider gibt es sowas nicht. Daher bin ich auf andere Seiten ausgewichen. ;-)

Die nun folgenden Seiten werden im übrigen auf den ersten beiden Seiten auf Google gelistet, wenn man "Barysphär" als Suchbegriff eingibt. Wer will, kann es mir ja gleich tun:

http://www.munichx.de
http://www.cojito.de
http://www.restaurant-kritik.de
http://www.kneipen-suche.com


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4Okt/065

jk Hinweis: Deutschland. Ein Sommermärchen am 29.12.06 in der ARD

Erstmal hallo an alle echten aber auch Mode-Fans der deutschen Nationalmannschaft,

Deutschland. Ein Sommermärchen - Plakat

von sehr großem Werbe- und PR-Aufwand begleitet, erscheint übermorgen der Dokumentationsfilm "Deutschland. Ein Sommermärchen" von Sönke Wortmann. Kein Medium hat es die letzten Tage verpasst darüber zu berichten.
Für alle, die planen sich diesen Film im Kino (bei Preisen von 5 bis 10 EUR) anzuschauen, seien jedoch darauf hingewiesen, dass der Film bereits am 29. Dezember (Quelle: FTD) in der ARD (die auch an der Produktion beteiligt war).
Was mich angeht, kann ich die knapp 3 Monate auch noch abwarten. Ich zahl nicht zweimal für den selben Film (bin ja braver GEZ-Zahler). Ich sehe das als Abzocke. Bestimmt rennen aber wieder Milionen ins Kino, weil es ja gerade so hip ist und man die tolle Zeit nochmal miterleben will. Für mich persönlich gesehen sind diese Emotionen noch sehr präsent. Der Film wird eher in ein paar Jahren interessant, wenn es mal wieder schlechter läuft oder man seinen Kindern oder Enkeln Geschichten erzählen will.

Aber jeder soll selber entscheiden, ob es ihm/ihr wert ist.

Schreibt mir Eure Meinung, bin sehr gespannt.

Übrigens: Auf DVD soll der Film nun im Februar 2007 erscheinen (zuerst wollte Kinowelt noch das Weihnachtsgeschäft mitnehmen, da hatten sich aber die Kinos gesträubt).


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22Aug/061

Kino-Marktforschung mit Bettina & Jochen

Zum zweiten Mal wurden wir - als alte Kinojunkies - von Kinokarte.de gestern zu einem Testscreening eingeladen. Bei einem Testscreenning sieht man einen Kinofilm weit vor dem geplanten Kinostart, ähnlich wie bei einer Sneak Preview, nur dass man am Ende des Films einen Fragebogen ausfüllen muss.

Als wir vor knapp einem Jahr bei der ersten Marktforschung waren, dachten wir beide natürlich darüber nach, was uns jetzt wohl präsentiert werden würde. Einziger Ansatzpunkt war der Hinweis Martial-Arts-Film. Vielleicht ein riesen Blockbuster, weit vor dem offiziellen Start? Dem war leider keineswegs so :-(
Es handelte sich um den mir bis dato unbekannten Film Sieben Schwerter (Org.: Chat gim) im Verleih von Universum Film.
Der Film dauerte 153 min und war äußerst schwer verdaulich, was hauptsächlich an der langatmigen Erzählweise lag. Leider konnten einige (30-40) der knapp 400 Zuschauer wohl nicht damit umgehen und verließen das Kino schon recht früh.
Unser Urteil war vernichtend und das der anderen wohl auch, da der geplante Kinostart im April 2006 abgesagt wurde und der Film nun im September nur auf DVD erscheint. ;-)

Kurzer Hinweis an alle Testscreening-Interessierte: Erwartet keine Riesen-Blockbuster, diese werden von großen Labels in den USA produziert und dementsprechend dort getestet. Der Rest der Welt wird nicht gefragt. Eine deutsche Marktforschung wird also nur von deutschen Unternehmen durchgeführt, welche man an einer Hand abzählen kann. (Universum, Constanstin, ggf. Kinowelt) Diese wiederum kaufen meist die Vertriebs-Rechte von kleineren Labels, welche weniger Mainstream produzieren.

Aufgrund der ersten Testscreening-Erfahrung, waren wir diesmal eher skeptisch welche cineastische Kost uns diesmal geboten würde. Diesmal lautete der Hinweis "Actionfilm (ab 18)". Die Organisation vor Ort (Mathäser) war etwas unbeholfen. Ab 19:00 Uhr hätte es die Karten geben sollen und um 19:30 Uhr sollte der Spaß beginnen.
Schon ab 18:45 Uhr fanden sich viele Menschen vor dem Infotisch ein, was sicherlich an der freien Platzwahl lag. Zum Glück waren wir weit vorne platziert. Als um 19:15 Uhr endlich die Karten (von zwei Damen) ausgegeben wurden, war die Schlange gute 40 Meter lang. Natürlich gibt es auch immer Super-Schlaue-Vordrängler, aber egal, wir schnappten die Karten, zwei Cokes und ab ins Kino (vorher nochmals Ausweiskontrolle, da ja ab 18). Bis das Kino 1 bis zum letzten Platz gefüllt war, vergingen gut 45 Minuten. Um 20:00 Uhr war es dann soweit, der Film begann.

Vorhang auf -> Vorspann (Liongate, cool) -> Titel = Crank (?!) -> Hauptdarsteller (Jason Statham, bekannt aus Transporter, cool) -> erster Eindruck: könnte ein unterhaltsamer Film werden

Crank FilmplakatIn Crank geht es um den Auftragskiller Chev Chelios, dem zu Beginn des Films von einem anderen Clan ein tödliches Gift verabreicht wird. Dieses Gift bewirkt, dass sein Herz langsam aufhört zu schlagen. Chev stellt recht früh fest, dass Adrenalin diesen Prozeß bremst und er somit länger am Leben bleiben kann (um sich zu rächen).
Man kann fast sagen es handelt sich um Speed, nur mit einem Menschen statt einem Bus. Der Zwang ständig auf 180 zu sein ist einer der Kernpunkte des Films. Beginnt er sich anfangs noch mit einem Geschwindigkeitsrausch zu pushen, so müssen im Laufe des Films Drogen, Red Bull, Schlägereien, Waffeleisen, Sex, Musik, Medikamente und andere Sachen Chevs Herz am Schlagen halten.

Zwischen diesen Push-Versuchen macht er sich einerseits nach alter "Last-Man-Standig"-Manier auf die Suche nach seinen Widersachern, andererseits gibt es ja auch noch eine Freundin, die er schützen muss. Die Medien verfolgen seinen Amok-Lauf und er wird somit zum Tagesereignis. Geheime Aktionen sind somit unmöglich.

Die Gewaltdardarstellung spart nicht mit realistischen Effekten. Witzige Szenen wechseln sich mit Actionsequenzen sehr gut ab und geben dem Film eine gute Gesamt-Mischung.

Bettina und ich waren recht begeistert von diesem Film, wobei wir wahrscheinlich mit unserem Fragebogen nicht den Kinostart als solches bewertet haben, sondern eher die Gewalt des Filmes beurteilt haben. Der Kinostart Ende September steht nämlich schon fest. Wahrscheinlich ist Universum noch am Überlegen ob noch - für FSK 16 - geschnitten werden muss, oder nicht. Dass ich ein grundsätzlicher Gegner von Schnitten bin, muss wohl nicht extra erwähnt werden. ;-)

Wer mal wieder Lust auf einen etwas anderen Action-Film hat, wird mit Crank sehr gut bedient. Weitere Infos und Trailer gibt es hier auf der deutschen Crank-Seite.


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